Weißes Filament ist für klassische Lithophanen beliebt, weil es ein neutrales oder leicht warmes Lichtbild ermöglichen kann. Die Bezeichnung Weiß beschreibt aber nicht zuverlässig, wie viel Licht hindurchgeht. Zwei äußerlich ähnliche Rollen können bei identischer Wandstärke deutlich verschiedene Ergebnisse liefern.
Farbe, Deckkraft und Oberfläche unterscheiden
Ein stark deckendes Weiß kann schon in dünnen Bereichen wenig Licht durchlassen. Ein durchlässigeres Material kann bei denselben Einstellungen zu helle Schatten erzeugen. Eine matte Oberfläche sagt wiederum zunächst etwas über die Erscheinung an der Oberfläche aus und ist kein vollständiges Maß für die Transmission.
Beurteile das Material daher nicht nur als Filamentstrang oder unbeleuchtete Druckplatte. Die relevante Kombination besteht aus gedruckter Dicke, Bahnstruktur und späterer Lichtquelle. Auch ein warmer Materialton kann zusammen mit warmweißen LEDs deutlicher wirken als erwartet.
Eine kleine Materialsammlung hilft
Drucke für neue Produkte einen beschrifteten Dickenstreifen und einen identischen Fotoausschnitt. Notiere Produktname, Farbvariante und möglichst die Charge. Vergleiche alle Proben unter gleichen Bedingungen. Wenn du eine überzeugende Kombination gefunden hast, bewahre eine Probe gemeinsam mit ihren Einstellungen auf. So kannst du bei einer späteren Nachbestellung erkennen, ob du lediglich neu kalibrieren musst oder ob sich die optische Wirkung des Materials deutlich verändert hat.